Soziale Entschädigung

Die Hauptfürsorgestellen sind die Behörden zur Erbringung bedarfsorientierter Fürsorgeleistungen der sozialen Entschädigung nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG). Diese werden nur bei Vorliegen genau beschriebener Bedarfssituationen in Ergänzung der Versorgungsleistungen der Versorgungsverwaltung erbracht. Anspruchsberechtigt können damit nur gesundheitlich beeinträchtigte Personen sein, die von  der Versorgungsverwaltung anerkannt sind (Beschädigte sowie deren Hinterbliebene).

Bei den Fürsorgeleistungen als Teil des Sozialen Entschädigungsrechts handelt es sich um “Leistungen der Kriegsopferfürsorge (KOF)“. Der Name wurde ursprünglich im Hinblick auf die größte Gruppe der Leistungsberechtigten gewählt: die Kriegsbeschädigten und ihre Hinterbliebenen. In der Folge wurde der Kreis der Anspruchsberechtigten auch auf Personen ausgedehnt, die wegen einer erlittenen gesundheitlichen Beeinträchtigung Anspruch auf Abgeltung eines besonderen Opfers erlangen sollten (Aufopferungsanspruch).

Aufgabe der Kriegsopferfürsorge ist, sich der Menschen anzunehmen, die aufgrund eines besonderen Opfers eine gesundheitliche Beeinträchtigung erlitten haben und die unter Berücksichtigung der  Versorgungsleistungen und ihres eigenen Einkommens und Vermögens nicht in der Lage sind, ihre angemessene wirtschaftliche Versorgung zu sichern. Deshalb gehen die Leistungen der Kriegsopferfürsorge als besondere Hilfen im Einzelfall den Leistungen der Sozialhilfe und der Grundsicherung vor. Die Hauptfürsorgestellen sind zugleich Rehabilitationsträger.


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