Opfer von Krieg und Gewalt

Kostenübernahme bei dauerhafter Heimpflege

Kann eine angemessene Pflege zuhause nicht mehr sichergestellt werden und die betroffene Person muss dauerhaft in einem Pflegeheim untergebracht werden, können die Heimkosten übernommen werden.

Übernommen werden können die Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Investitionskosten und Pflege nach mindestens Pflegegrad 1. Höhere Pflegekosten werden übernommen, wenn die anerkannten Schädigungsfolgen eine mindestens gleichwertige Ursache für den Pflegebedarf darstellen. Dies ist beispielsweise gegeben, wenn ein Betroffener nach einem Armverlust im Krieg später im hohen Alter mit der verbliebenen Hand wegen schwerer Arthrose nicht mehr zugreifen kann.

Die übernommenen Kosten sind auf die gezahlten Versorgungsbezüge anzurechnen. Es wird jedoch mindestens ein Betrag in Höhe der Grundrente nach einem Grad der Schädigung (GdS) von 100 für den persönlichen Bedarf weitergezahlt. Bei der Übernahme der Kosten eines Pflegeheims erhält die betroffene Person für ihre Angehörigen einen Betrag in Höhe der Hinterbliebenenversorgung. Bei der Berechnung des Betrages wird sowohl das Einkommen der betroffenen Person als auch der Angehörigen berücksichtigt.

Die genannten Pflegeleistungen sind vorrangig gegenüber den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. Diese muss die hier aufgeführten Leistungen demnach anrechnen, wobei eventuelle Differenzbeträge ausgezahlt werden.

Zurück zur Übersicht

Logo 100 Jahre Hauptfürsorgestellen