Opfer von Krieg und Gewalt

Fachlexikon

Hauptfürsorgestelle

Bis zum Inkrafttreten des SGB IX zum 01.07.2001 war die Hauptfürsorgestelle für Aufgaben nach dem Schwerbehindertengesetz sowie für Aufgaben im Rahmen des sozialen Entschädigungsrechts nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG) zuständig.

Seit dem 01.07.2001 heißt die Behörde, die die Aufgaben nach dem neuen Schwerbehindertenrecht (Teil 3 SGB IX) wahrnimmt, Integrationsamt.

Die Hauptfürsorgestelle ist seither ausschließlich für die Aufgaben im Rahmen des sozialen Entschädigungsrechts nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG) für individuelle Leistungen an Kriegsopfer und Wehrdienstbeschädigte (Kriegsopferfürsorge) sowie ihre Hinterbliebenen zuständig. Die Hauptfürsorgestelle ist zugleich auch Rehabilitationsträger.

Die Hauptfürsorgestellen sind in den einzelnen Bundesländern kommunal oder staatlich organisiert. In einzelnen Ländern (zum Beispiel Schleswig-Holstein) werden die genannten Aufgaben der Hauptfürsorgestelle zum Teil von den Fachstellen für behinderte Menschen im Beruf wahrgenommen.

Die Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen haben sich in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) zusammengeschlossen.

Die Aufgaben der Hauptfürsorgestelle im Überblick:

  • Kriegsopferfürsorge (Bundesversorgungsgesetz)
  • berufliche Hilfen
  • Erziehungshilfen
  • Hilfen zum Lebensunterhalt
  • Hilfen in besonderen Lebenslagen
  • Erholungshilfen
  • Kuren
  • Wohnungshilfen
  • Hilfe zur Pflege
  • Altenhilfe
Version vom: 11.12.2018
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