Opfer von Krieg und Gewalt

Berufsschadensausgleich und Ausgleichsrente

Betroffene, die eine Grundrente erhalten, können darüber hinaus einen Berufsschadensausgleich erhalten, wenn ihr Einkommen aufgrund der Schädigungsfolgen gemindert ist. Dies kann der Fall sein, wenn die Arbeitszeit verringert wurde oder der Beruf gewechselt oder aufgegeben werden musste. Bei der Berechnung des Ausgleichs wird das nach der Schädigung erhaltene Einkommen einem statistischen Durchschnittseinkommen der jeweiligen Berufsgruppe gegenübergestellt, welcher der Betroffene ohne die Schädigung wahrscheinlich angehört hätte.

Schwerbeschädigte mit einem Grad der Schädigung (GdS) von mindestens 50 können eine Ausgleichsrente erhalten, wenn sie keine oder nur eingeschränkt eine Erwerbstätigkeit ausüben können. Sie soll einen angemessenen Lebensunterhalt sichern. Die Höhe der Ausgleichsrente ist einkommensabhängig.

Eine besondere berufliche Betroffenheit kann vorliegen, wenn aufgrund der Schädigungsfolgen weder der bisherige noch ein gleichwertiger Beruf ausgeübt werden kann, wenn der bisherige Beruf zwar weiter ausgeübt wird, hier jedoch eine wesentlich höhere Erwerbsminderung als im allgemeinen Erwerbsleben durch die Schädigungsfolgen gegeben ist oder wenn ein weiterer Aufstieg im Beruf nachweislich durch die Schädigungsfolgen verhindert wird.

Schwerbeschädigte Personen, die verheiratet sind, erhalten einen einkommensabhängigen Ehegattenzuschlag. Ein Zuschlag schwerbeschädigter Eltern für ihre Kinder steht nur zu, wenn kein Anspruch auf Kindergeld besteht.

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